Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Kirchmayer Josef, 1773 (Rockerfing/Ndb.) - 1845, Hofbildhauer und Maler; K. lernte bei seinem Vater, einem Bilder- und Kirchenmaler, kam 1790 nach Passau und bald darauf zu dem Maler Bergler, der ihn im Zeichnen und Modellieren unterrichtete und mit dem damaligen Fürstbischof Leopold von Thun bekannt machte, der ihn nach Wien mitnahm, wo er sieben Jahre verweilte und mehrere Büsten schuf; in Wien kam K. mit den bayerischen Gesandten, Freiherrn von Grafenreuth und Herrn von Mieg, in Berührung, die ihn an den nachmaligen König Max I. empfahlen; nach einem längeren Aufenthalt in Italien (Rom, Neapel u. a.) ließ sich K. 1806 in München nieder, wo er mehrere Büsten in Carraramarmor für die Walhalla bei Regensburg und viele Grabdenkmäler (für Kurfürst Wenzeslaus von Trier zu Markt Oberdorf/Allgäu und mehrere im südlchen Friedhof), eine Kolossalbüste Max’ I. für die Stadt Augsburg und Porträtbüsten (Minister von Hompesch, Herzog von Leuchtenberg u. a.) schuf; auch lieferte K. allerlei Statuen, daraunter eine damals vielgerühmte Psyche und eine Minerva.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.