Kein Grab ist stumm

 

Sektionen | Register | Suchen

 

<<< | >>>

 

 

 

Gedicht von Karl von Holtei (1820)

Antonia Campi.

(Breslau 1820.)

Aus früher Kindheit kenn’ ich Deinen Nahmen
und Deinen Ruhm, Du große Sängerin,
Denn alle die aus fremden Landen kamen,
Erhoben Dich, des Liedes Meisterin;
Wie lange schon entzücken die Gesänge
Die Dir entschweben der Bewundrer Menge?

Und heute noch, wie in der Jugend Blüthe
Voll Anmuth und voll Lieblichkeit erklingt
Dein Silberton, der innig zum Gemüthe
Aus dem er kam, unwiderstehlich dringt.
Ja wie’s dem Phönix wundersam gelinget,
So hast Du Dich, Antonia, verjünget.

Das sind der Kunst unendliche Gewalten!
Wer in des ew’gen Ruhmes Tempel drang,
Der stirbt nicht mehr! Die Musen selber halten
Geebnet ihm den ird’schen Künstlergang.
Oh viva viva prima Donna rara!
Apoll mit Dir, Du bist die größ’re Mara.

 

 

 

<<< | >>>

 

Sektionen | Register | Suchen

 

ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.