Kein Grab ist stumm

 

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Antonia Campi

geborene Miclacewizc

* 10.12.1773 (Lublin)

† 1.10.1822 (München)

Sängerin

Die Sängerinn aus fernem Land

An dem namenlosen, reichlich ramponierten Grab Nr. 279 der rechten Mauer geht man als Friedhofsbesucher in der Regel achtlos vorüber – nichts deutet darauf hin, daß hier eine europäische Opern-Berühmheit aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bestattet ist: Antonia Campi.

Geboren am 10. Dezember 1773 in Lublin als Tochter des polnischen Musikmeisters Miklasiewicz wurde sie schon früh von ihrem Vater in Gesang, Pianoforte, Violine und Clarinette unterrichtet. Bei ihrem ersten Engagament (als zwölfjährige) bei der italienischen Opengesellschaft des Guardosini 1785 in Prag lernte sie ihren späteren Ehemann, den Bassisten Gaetano Campi kennen, den sie 1792 heiratete.

Von ihrer damaligen Berühmheit zeugen diverse historische Lexikaeinträge, sowie Artikel in der Fach- und Tagespresse, die ihren Lebenslauf gut nachvollziehbar machen.

Den heutigen bedauernswerten Zustand ihres Grabes hatte ihr Ehemann seinerzeit in weiser Voraussicht durch eine Geldanlage, aus deren Ertrag der Erhalt der Grabstätte finanziert werden sollte, verhindern wollen…

Es ist davon auszugehen, daß es noch Nachfahren dieser Familie Campi gibt: Antonia bekam 17 Kinder (davon 4 Zwillingsgeburten und einmal Drillinge) von denen einige nach dem Ableben der Mutter in der österreichischen Tagespresse erwähnt werden.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.