Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Kobell Ferdinand, 1740 (Mannheim) - 1799, Hofmaler, Radierer, Kupferstecher, Akademieprofessor und Galeriedirektor; er studierte in Heidelberg Rechte und war eine Zeitlang kurpfälzischer Hofkammersekretär; seit 1762 lernte er, vom Kurfürsten Karl Theodor gefördert, in Mannheim und Paris die Malkunst, 1769 wurde er zum kurfürstlichen Hofmaler und Akademieprofessor in Mannheim ernannt, bis er 1793, nach München mit der Regierung übergesiedelt, Galeriedirektor wurde; K. ist besonders durch seine vielen Radierungen bekannt, in denen er stimmungsvolle Stoffe schlicht und tüchtig zu behandeln wußte; Frauenholz gab eine Sammlung von Ks. Stichen (Oeuvres complètes de Ferdinand K. etc.) heraus, F. Kugler 78 Blätter; ein Verzeichnis der Arbeiten Ks. lieferte St. von Stengel (Nürnberg 1822); er ist der »erste deutsche Meister, der die landschaftliche Radierung bezüglich der äußeren Elemente der Darstellung zu einer vollendeten Durchbildung gebracht hat« (ADB: 16, 350); K. war auch ein warmherziger deutscher Patriot.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.