Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Pfistermeister Franz Seraph, von, Ritter, 1820 (Amberg) - 1912, Kabinettssekretär und Staatsrat; Sohn eines Lehrers, studierte er Philosophie, dann Rechte; durch einen wichtigen Prozeß, den er als junger Fiskaladjunkt für den Fiskus gewann, wurde König Max II. auf ihn aufmerksam, der ihn in das Hofsekretariat berief und ihn 1849 zu seinem Sekretär ernannte; als Kabinettssekretär vermittelte Pf. den Verkehr zwischen König und Ministern; dasselbe Amt übte er auch unter Ludwig II., 1864 zum Staatsrat im o. Dienst befördert, aus; wegen seiner Opposition zu Richard Wagner, den er selbst im königlichen Auftrag von Stuttgart nach München geholt hatte, wurde Pf. 1866 entlassen, wobei ihm der erbliche Adel verliehen wurde; regelmäßig hat er 17 Jahre hindurch den Finanzminister während des Urlaubs vertreten, auch wurde ihm häufig die Stellvertretung des Justiz- und Außenministers übertragen; 1895 trat er in den Ruhestand; Pf. zeichnete sich durch Takt, Pflichttreue und Geschick als Kabinettssekretär aus, er war einer der ersten, der Ludwig II. dem Einfluß R. Wagners zu entziehen versuchte.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.