Kein Grab ist stumm

 

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Die Bayerische Landbötin (1840)

Todes-Anzeige.

Nach dem unerforschlichen Rathschlusse des ewigen und allmächtigen Gottes entschlief sanft und selig in dem Herrn, nach empfangenen heiligen Sakramenten, heute Nachmittags 5½ Uhr, unsere innigst geliebte Gattin, Mutter, Schwiegermutter und Schwester,

Josephine v. Nagel zu Aichberg,
geb. van der Branden,

quiesc. k. b. Ministerial-Registratorsgattin, in ihrem 68. Lebensjahre, nach vieljährigen, geduldig ausgestandenen Leiden, an einem wiederholten Schlaganfalle.

Dieses für uns höchst schmerzliche Ereigniß machen wir unsern Verwandten, Bekannten und Freunden bekannt und empfehlen die liebe, in dem Herrn Verblichene Ihrem Andenken und frommen Gebete, uns aber Ihrer ferneren Freundschaft.

München, den 13. Jänner 1840.

Heinrich Ad. v. Nagel, quiesc. k. b. Ministerial-Registrator als Gatte.
Anton Wilh. v. Nagel k. 1. Landgerichts-Assessor zu Weilheim,
Karl Max von Nagel, k. 1. Landgerichts-Assessor zu Trostberg,
Heinrich v. Nagel, k. Revierförster zu Sulzfeld, als Söhne.
Johanna v. Nagel, geb. Klieber,
Wilhelmine v. Nagel, geb. Hillesheim,
Regina v. Nagel, geb. Eisenreich, als Schwiegertöchter.

Wer die edle Verblichene kannte, mußte ihr liebenswürdiges Benehmen gegen Jedermann, ihre Freigebigkeit gegen die Armen, ihre wahre Frömmigkeit, ihre Liebe zu Gatten und Kindern schätzen, ihre beispiellose Geduld in ihrem Leiden und Ergebung in den Willen Gottes, und dabei ihren immer heitern Elan, im höchsten Grade bewundern.

Die Bayerische Landbötin No. 9. München. Dienstag, den 21. Januar 1840.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.