Kein Grab ist stumm

 

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Gelehrtes München im Jahre 1834

Brulliot, Franz, geb. am 16. Febr. 1780 in Düsseldorf, Sohn eines Professors an der Akademie der bildenden Künste und Inspektors der Bildergallerie daselbst. Er widmete sich früher der bildenden Kunst in seiner Vaterstadt unter der Leitung des Direktors Langer, folgte später seinem Vater, welcher mit der Bildergallerie von Düsseldorf nach Holstein geflüchtet war, und begleitete ihn 1806 nach München, wo die Düsseldorfer-Gallerie der Münchner einverleibt wurde. Hier ward er 1808 als Gehülfe des Direktors Schmidt bei der k. Kupferstichsammlung angestellt, und widmete sich nun ganz der Kupferstichkunde so wie der Kunstgeschichte. Er suchte sich später durch seine Reisen und einen längern Aufenthalte in den größten Städten Deutschlands, Frankreichs, Hollands und Italiens so viel wie möglich in seinem Fache zu vervollkommnen, und gab 1817 seinen Dictionaire des monogrammes heraus, schon in seiner ersten Gestalt, mit seinen 3700 Numern, das reichhaltigste Werk über diesen Gegenstand. Seitdem hat er unablässig gesammelt und gesichtet, und nach fleißiger Vorbereitung die Bearbeitung vollendet, die unter dem Titel: Dictionaire des monogrammes, marques figurées, lettres initiales et noms abrégès, sous lesquels les peintres, graveurs, dessinateurs et sculpteurs ont désigné léurs noms (4. Stuttgart, 1832) erschien. Sie enthält 10,000 Numern und umfaßt die Künstler aller Nationen und Zeiten. Er erhielt bereits 1822 die Stelle eines Conservators der Kupferstich-Sammlung, welche unter ihm um ein Drittel vermehrt wurde.

Adolph von Schaden: Gelehrtes München im Jahre 1834. München, 1834.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.