Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Bucher Anton, 1746 (München) - 1817, Pädagoge und katholischer Pfarrer; nach Studium der Theologie zu Ingolstadt und Verwendung in der Seelsorge (ab 1768) wurde B., ein Freund L. von Westenrieders), 1774 Mitglied der Kommission zur Reform des Volksschulwesens unter Heinrich Braun, auch Mitglied der BAkdW und Rektor des alten (Wilhelms-) Gymnasiums in München; wegen seiner aufgeklärten Propaganda mit anderen kirchlichen Kreisen in Widerspruch, wurde B. nach seiner Amtsniederlegung Pfarrer in Engelbrechtsmünster (bei Pfaffenhofen a. d. Ilm), seit 1813 war er Benefiziat bei St. Peter, München; B. war ein Satiriker (vor allem gegen die Jesuiten eingestellt), von Jean Paul in der Vorrede zur Geschichte der Ästhetik wegen seines Witzes gerühmt; die Handschriftensammlung der Bayerischen Staatsbibliothek verwahrt in den »Nageliana« 12 Briefe Bs. an Nagel, ein Passionslied u. a., ferner (Cod. germ. 3655) Satiren Bs., die Bayerische AkdW besitzt die Handschrift der Antwort Bs. auf die Preisfrage: Warum hat Deutschland noch kein Nationaltheater?

Hauptwerke: Eine Kinderlehre auf dem Lande, Ein freies Pferderennen und hernach Souper und Ball, Deliberierbüchlein oder geistlich Such verloren, Die Jesuiten in Bayern vor, in und nach ihrer Aufhebung, Die Verlassenschaft des Pfarrers Tröstergott oder Stirbt der Fuchs, so gilts den Balg.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.