Kein Grab ist stumm

 

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Biographische Jahrbuch und Deutscher Nekrolog (1887)

Ziebland, Hermann, Genremaler, geboren 18. April 1853 zu Veitshöchheim bei Würzburg (ein Grossneffe des berühmten Architekten Friedrich  von Ziebland), genoss eine sehr gute Erziehung, machte seine vielfach durch schwere Krankheiten unterbrochenen Studien an der Lateinschule und am Gymnasium, wendete sich dann an der Kunstgewerbeschule in Nürnberg 1870 bis 1874 und zu München an der Akademie zur Malerei, wo er unter W. Diez, Löfftz und Lindenschmit ein geschätzter Genremaler wurde. Er wählte harmlos heitere Scenen, die er mit Sorgfalt und gediegener Mache ausführte: Kostümstücke, gemüthliche Raucher (1882), Zecher, Bauern und Landsknechte, lustige Gesellschaft (1890). Seine Bilder fanden nicht allein in München, sondern auch auswärts (in London) gute Aufnahme und Anerkennung; man sah es ihnen nicht an, dass die meisten nur in den Zwischenpausen einer elfjährigen Krankheit entstanden, welche am 30. September 1896 den Künstler in die Arme des Todes legte.

Kunstvereinsbericht f. 1896. S. 79.

H. Holland.

Dr. phil. Hyazinth Holland: Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog. Berlin, 1897.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.