Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Vogel von Vogelstein Karl, 1788 (Wildenfels/Sachsen) - 1868, sächsischer Hof- und Porträtmaler; den ersten Unterricht erhielt V. bei seinem Vater Christian Leberecht V., seit 1804 auf der Dresdener Akademie und in St. Petersburg (= Leningrad), wo er als Porträtmaler auftrat; 1813 konvertierte er in Italien zur katholischen Kirche; in Rom schuf er das Porträt Pius’ VII. (sitzend), Thorwaldsens und König Ludwigs von Holland; seit 1824 war V. in Dresden als Akademieprofessor und Hofmaler, wo er das Deckengemälde des königlichen Schlosses zu Pillnitz, Porträts seines Königs und Fresken aus dem Leben Mariae für die Pillnitzer Schloßkapelle malte; wegen einer Komposition aus Dantes Göttlicher Komödie ging V. 1842 nochmals nach Rom, 1853 übersiedelte er nach München, um von dort aus eine dritte Romreise zu machen; sein reiches Portefeuille von Porträts besitzen die Dresdener Sammlungen die ersten 300 Zeichnungen davon schenkte der Künstler dem König, um dafür den sächsischen Adel zu erhalten; in seinen letzten Jahren schuf V. Altarbilder (katholische Kirche in Leipzig, Dresdener Hofkirche, Dom zu Naumburg), eine Sammlung von Zeichnungen nach italienischen Meistem von Giotto bis Raffael (133 Stück) kam in den Besitz der Moskauer Akademie.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.