Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Asch zu Asch auf Oberndorff Adolf, von, Freiherr, 1839 (München) - 1906, Generalleutnant und bayerischer Kriegsminister; der Offizierssohn begann seine militärische Laufbahn 1859 als Unterleutnant, er wurde 1866 Bataillonsadjutant und Oberleutnant, 1870 2. Adjutant des Generals L. von der Tann und war schließlich - letzter Dienstgrad: Generalleutnant - von 1893 bis 1905 bayerischer Kriegsminister; er bearbeitete im Auftrag des Großen Generalstabs den Anteil der bayerischen Truppen am Krieg 1870/71; die Bedeutung As. liegt in der Organisation sowie in der praktischen Schulung der bayerischen Armee, deren Belange er auch gegenüber dem Parlament zu wahren verstand; fällt doch in die «Ära A.« die Errichrung des 3. Armeekorps (Sitz Nürnberg) 1900, die Organisation der Feldartillerie (seit 1901 in 6 Brigaden, 16 Regimenter), die Aufstellung der ersten bayerischen Maschinen-Gewehr-Abteilung und die Bildung des ersten Detachements Jäger zu Pferd, ferner die Lösung der Frage einer einheitlichen Militär-Strafprozeßordnung sowie die Entsendung des bayerischen Kontingents nach Ostasien; er war als Truppenführer, Organisator, Verwalter und Wirtschafter gleich berühmt.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.