Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Reichenbach Georg, von, 1772 (Durlach/Baden) - 1826, Salinenrat, Mechaniker und Optiker; R., in Mannheim aufgewachsen und seit 1796 in München, hat auf einer Studienreise in England Watts Dampfmaschine kennengelernt und dann im Münchner Zeughaus praktische Experimente gemacht, arbeitete zusammen mit J. Liebherr, bis er sich dem Kreis um J. von Utzschneider anschloß, mit dem er das mechanisch-mathematische Institut 1804 begründete; dann rief R. mit J. von Fraunhofer das Optische Institut 1809 und mit T. L. Ertel 1812 das Institut für mathematisch-astronomische Instrumente ins Leben; als königlicher Salinenrat hat R. Solenleitungen von Reichenhall nach Rosenheim und von Berchtesgaden nach Reichenhall eingerichtet; letztgenannte, 1817 vollendet, gilt als ein Meisterwerk der Mechanik in ganz Europa.

Andere Werke: Erfindung eines neuen Kreisteilungsprinzips, Wassersäulenmaschine in Ilsang, Wasserwerk für Trinkwasserversorgung in Augsburg, Stückbohrerei in Wien; seit 1813 war R. Mitglied der BAkdW, 1830 Direktor der Obersten Baubehörde; R., auch Erfinder der sogenannten gezogenen Geschütze, zählt zu den bedeutendsten Mechanikern und technischen Genies seiner Zeit.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.