Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Liebig Justus, Dr., von, Freiherr, 1803 (Darmstadt) - 1873, Chemiker, Universitätsprofessor und Präsident der BakdW, begann als Apothekerlehrling zu Heppenheim seine Laufbahn, er studierte dann in Bonn, Erlangen und Paris und erwarb durch seine Arbeit über die Knallsäure die Gunst A. von Humboldts; seit 1824 war L. Professor der Chemie in Gießen, wo Schüler aus allen Ländern zu ihm kamen, 1852 kam er nach München, wo er 1860 Präsident der BAkdW, dann Generalkonservator der wissenschaftlichen Staatssammlungen und Vorstand der »Liebig-Stiftung« durch die deutschen Landwirtschaftler wurde; L. machte grundlegende Forschungen auf dem Gebiet der Chemie, vor allem der Lebensmittelchemie, begründete den Laboratoriumsunterricht sowie die Lehre der Pflanzenernährung und förderte damit auch die Landwirtschaft (künstliche Düngung) außerordentlich; er entdeckte das Chloroform und das Chloral, die Hippursäure, das Kreatinin, Inosinsäure und das Tyrosin.

Hauptwerke: Die Tierchemie oder die Chemie in ihrer Anwendung auf Agrikultur und Physiologie, Handbuch der organischen Chemie mit Rücksicht auf Pharmazie, Chemische Briefe, Chemische Untersuchungen über das Fleisch und seine Zubereitung zum Nahrungsmittel (»Liebigs Fleischextrakt«), Herausgeber der »Annalen«; L. ist »der Mann, der die Chemie in den Sattel gehoben hat«, »Die Naturwissenschaft zählt ihn zu ihren größten Meistern« (HJ).

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.