Kein Grab ist stumm

 

Sektionen | Register | Suchen

 

<<< | >>>

 

 

 

Neuer Theater-Almanach (1892)

Todtenschau
1891
März

Edmund Beck, Schauspieler und Sänger, † in München, seit sechs Jahren Mitgl. des Gärtnerplatz-Th., geb. in Koburg 9. Juli 1840, als Sohn der einstmals hochberühmten Kammersängerin Frieda Beck-Weixelbaum. Er zeigte in früher Jugend besondere Begabung für Musik, verbrachte jedoch sieben Jahre, durch die Verhältnisse gezwungen, beim Militär, so daß er erst in späteren Jahren sein Verlangen nach einem künstlerischen Berufe befriedigen konnte. Er wirkte an verschiedenen Bühnen Norddeutschlands, ferner in Freiburg i. B., St. Gallen, Zürich, Würzburg als Sänger und Schauspieler, indem er sich durch Fleiß und Begeisterung, unterstützt durch seine Persönlichkeit, im Schauspiel zur Darstellung erster Helden- und Heldenväter, in der Oper zu ersten Ba?buffo-Partieen (Bürgermeister, Waffenschmied) emporbrachte. Ein vortrefflicher lauterer Charakter, genoß er im Kreise der Kunstgenossen allgemeine Liebe und Achtung; um seinen Hingang trauert eine treue Lebensgefährtin, mit welcher er in 26jähr. Ehe das Glück stiller Häuslichkeit genossen hat.

Neuer Theater-Almanach. Berlin, 1892.

 

 

 

<<< | >>>

 

Sektionen | Register | Suchen

 

ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.