Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Steinheil Karl August, Dr., von, 1801 (Rappoltsweiler/Elsaß) - 1870, Astronom, Physiker, Techniker und Universitätsprofessor; schon in seiner Jugend war St., der in Göttingen bei Gauß und in Königsberg bei Bessel studierte, einige Jahre auf dem Lyzeum in München, das er, seit 1835 Professor der Mathematik und Physik, dann Konservator der mathematisch-physikalischen Sammlungen und Mitglied der BAkdW, mit Ausnahme von 1849/53 nie mehr verließ; er widmete sich hauptsächlich der praktischen Durchführung der elektromagnetischen Telegraphie, spannte 1837 zu München den ersten Draht zwischen dem Akademiegebäude in der Neuhauser Straße und der Sternwarte in Bogenhausen, 1848 entdeckte St. die Möglichkeit der Rückleitung der Telegraphieströme durch die Erde und erfand auch die telegraphische Schrift, elektrische Uhren sowie einen Pyrometer für den Münchner Petersturm; von 1849 bis 1852 war St. Vorstand der telegraphischen Abteilung von Österreich-Ungarn in Wien, 1852 organisierte er das Telegraphenwesen in der Schweiz; mit Hilfe seines Gönners, Max II. von Bayern, gründete er 1854 die später berühmt gewordene und nach ihm benannte optisch-astronomische Werkstätte in München und in Schwabing im Suresnes-Schlößl (1855) ein optisches Institut, woraus u. a. die großen Refraktoren für die Sternwarten von Uppsala, Leipzig, Mannheim und Utrecht hervorgingen.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.