Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Güll Friedrich-Wilhelm, 1812 (Ansbach) - 1879, Lehrer und Kinderliederdichter; nach Ausbildung auf dem Lehrersminar in Altdorf bei Nürnberg und einigen Lehrerstellen wurde G. an der protestantischen Schule in München angestellt, wo er seit 1844 auch ein Privatinstitut für Mädchen hielt; in seinen gemütvollen, meist von W. Taubert vertonten, Kinderliedern weiß G. sich dem Auffassungsvermögen des Kindes trefflich anzupassen.

Hauptwerke: Kinderheimat in Liedern und Bildnissen (mit Bildern von F. von Pocci), Scherz und Ernst für Jung und Alt, Weihnachtsbilder, Leitstern auf der Lebensfahrt; sein schönstes Werk ist das ihm von seinem Schüler H. von Kaulbach gewidmete sogenannte »Kaulbach-Güll-Bilderbuch«, in dem der Maler selbst dichtet: »Dein Lied (das ist das von Güll), es lebt, so lang auf Erden ein frohes Kinderherz noch schlägt und zu den alten lieben Liedern, die ich in goldner Jugendzeit von Dir gehört, schuf ich die Bilder als Mann in treuer Dankbarkeit.«; Gs. Gedichte (»Auf dem Hause kräht der Hahn: Gickgerigick, der Tag, bricht an!«) sind auch heute noch sehr beliebt und stehen in den heutigen Schullesebüchern.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.