Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Roth Karl Johann Friedrich, Dr. jur. utr., von, Ritter, 1780 (Vaihingen/Wttbg.) - 1852, Präsident des protestantischen Oberkonsistoriums; nach seinen juristischen Studien in Tübingen wurde er 1801 Konsulent der Reichsstadt Nürnberg und trat 1806 als Finanzrat des Pegnitzkreises in den bayerischen Staatsdienst (später Oberfinanzrat und Ministerialrat im Finanzministerium); seit 1828 war R. Präsident des protestantischen Oberkonsistoriums; 1848 aus politischen Gründen seines Amtes enthoben, wird R. Staatsrat; er war auch Mitglied der BAkdW und gab Hamanns Schriften in 7 Bänden heraus; als Beschützer der Erweckungsbewegung besetzte er die Erlanger theologische Fakultät neu und bestand den Kniebeugenstreit; dieser erfahrene, gebildete und strenggläubige Jurist steuerte der rationalistischen Richtung im Protestantismus und organisierte die evangelische Landeskirche; er sie von innen aus erneuert und wurde oft als »verkappter Katholik« geschmäht; R. ist für die evangelische Kirche Bayerns das, was J. M. Sailer für die katholische bedeutet, beide wurden von Ludwig I. sehr gefördert.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.