Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Seydel Max, Dr. jur., von, 1846 (Germersheim/Rheinland-Pfalz) - 1901, Jurist, Staatsrechtler und Universitätsprofessor; Sohn eines hohen bayerischen Offiziers, besuchte S. das Gymnasium in München, wo er eine besondere Eignung für alte Sprachen und eine starke Vorliebe für die Antike zeigte; seine juristischen Studien machte er in Würzburg und München (1869 Promotion in Würzburg mit Arbeit über Senatus consultum Macedonianum); seine berufliche Laufbahn verlief folgendermaßen: 1872 Hilfsarbeiter im Staatsministerium für Kirchen- und Schulangelegenheiten, von 1873-1881 Lehrer des Staatsrechts an der Kriegsakademie, daneben Assessor im Ministerium und dann bei der Regierung von Oberbayern und seit 1879 Vorstand des Statistischen Büros, 1880 Regierungsrat; einen Ruf an die Universität Dorpat lehnte S. ab, dafür wurde er 1881 zum Nachfolger von Pözls als Professor des Verfassungs- und Verwaltungsrechts in die Münchner juristische Fakultät berufen; das Verfassungsrecht des deutschen Reichs von 1871 behandelte er unter starker Betonung föderalistischer Gedanken.

Hauptwerke: Kommentar zur Verfassungsurkunde für das Deutsche Reich, Bayerisches Staatsrecht, 7 Bde., 2. Aufl., 1896, 4 Bde., Das Staatsrecht des Königreichs Bayern, Grundzüge einer allgemeinen Staatslehre; S. war auch dichterisch tätig (unter dem Pseudonym Max Schlierbach), der Gedichte und eine Lukrez-Übersetzung verfaßte; er gilt heute noch als eine Autorität auf dem Gebiet des Bayerischen Staatsrechts.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.