Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Härtinger Martin, Dr. med., 1814 (Ingolstadt) - 1896, Hofopernsänger und Professor; er war in München Schüler des berühmten A. Bayer und wirkte auf Empfehlung F. von Lachners anfangs im Hoftheater zu Mannheim; 1838 promovierte er zum Dr. med. mit der Arbeit »Die menschliche Stimme«; 1842 trat H. erstmals in einem Gastspiel in München auf; 1843 wurde er, vom Grafen von Yrsch berufen, Mitglied der Münchner Hofoper; dieser berühmte Tenor zählt, wie N. Schechner unter den Frauen, zu den bedeutendsten Erscheinungen unter den Männern der Münchner Oper; als Fidelio (1851) riß er durch »erschütternd wahres Spiel und seinen von Gefühl überströmenden Gesang alles zur Bewunderung und Rührung hin«, »abgesehen von dem trefflichen Gesang« zeigte H. »in der ganzen Auffassung des Orest den Mann von klassischer Bildung«; wegen eines chronischen Katarrhs des Kehlkopfs und der Stimmritze trat H. schon 1855, von Fr. von Dingelstedt schlecht behandelt, in den Ruhestand; zuletzt sang er beim Mozartfest 1855 in Salzburg; er wirkte dann als begehrter Lehrer für Sologesang an der Münchner Musikschule; u. a. war er Lehrer von K. Bausewein.

Hauptrollen: Blondel, Idomeneus, Jacob, Eleazar (Die Jüdin), Marcel, Cecil (Raoul), Stradella, Gennaro, Mozart (Der Schauspieldirektor), Fidelio, Orest.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.