Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Seinsheim August, von, Graf, 1789 (München) - 1869, königlich bayerischer Kämmerer, Reichsrat der Krone Bayern, Kunstfreund, Historienmaler und Radierer; er studierte in Landshut 1809/11 Rechte, ging aber nach dem juristischen Staatskonkurs 1813/16 auf die Münchner Kunstakademie, um bei den beiden Langer sich in Zeichnung, Komposition und Ölmalerei auszubilden, nachdem er schon als 16jähriger für seine Bilder und Porträts den Beifall J. G. Edlingers geerntet hatte; 1816 kam er anläßlich eines Aufenthalts in Rom unter den Einfluß von P. von Cornelius und Overbeck; schon dort entstand ein großer Karton zu einem Altarbild, einer Madonna mit den vierzehn Nothelfern, das in München 1820/22 in Öl ausgeführt, in der Kirche des gräflichen Landguts Grünbach (Lkr. Erding) Aufstellung fand; in Rom versuchte S. sich auch in der Freskenmalerei zu bewähren; bei der Jubelfeier für König Max I. (1824) arbeitete er zusammen mit K. von Heideck, J. A. Rhomberg, J. von Stieler, L. Quaglio, P. von Hess u. a. an den Transparentbildern, die auf dem Dultplatz (heute Maximiliansplatz) in nächtlicher Illumination aufgestellt wurden; S. war auch ein selten begabter und kapitalkräftiger Kunstfreund; seine Altarbilder verschenkte er an Kirchen; auch Porträts (u. a. von Bischof J. M. Sailer) und Genres stammen von ihm.

Hauptwerke: Altargemälde in Pfarrkirche Vohburg a. d. Donau und in der Otto-Kapelle bei Kiefersfelden.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.