Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Urban Julius, 1825 (München) - 1879, Komponist; Sohn des Hofschauspielers Wilhelm U., mußte er sich sein Studium, da sein Vater früh verstorben, schwer verdienen; vom Hofkapellmeister J. H. Stuntz sehr gefördert, trat der in der Harmonielehre sehr Versierte erstmals 24jährig mit einem großen Instrumental- und Symphoniekonzert auf, wobei er nur eigene Werke (Symphonie in C-dur, eine Kantate, zwei Lieder mit Klavierbegleitung und eine Ouvertüre) aufführte; die Texte zu seinen Kompositionen schrieb der dichterisch Veranlagte zum Großteil selbst; U. litt lange Jahre an einem schweren Verfolgungswahn und hat in der Isar den Freitod gesucht.

Hauptwerke: Festmarsch zum Rubensfest (1857) mit einer Vignette von M. von Schwind versehen, Die Guerillas (Oper), Die letzten Tage von Pompeji (Oper), Der dumme Peter (komisches Singspiel), Das Schwabenmädle (Liederspiel) und Quartette, Lieder, Chöre und Tänze sowie Märchen (Schneewittchen).

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.