Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Schmid Simon, 1760 (München) - 1840, katholischer Priester, Hofkaplan, Miterfinder des Steindrucks und Professor; veranlaßt durch einen in der Nähe des sogenannten Bennobrunnens an der Frauenkirche eingemauerten, mit aqua forte geätzten Leichenstein, machte Sch. um 1787 den Versuch, mit zerschmolzenem Wachs große Frakturbuchstaben auf Marmor zu zeichnen und diesen dann mit Scheidewasser zu begießen, um diese erhaben zu halten und dann mit einem um die Achse beweglichen Zylinder zu schwärzen und abzudrucken; der Versuch gelang und Sch. stellte im Lauf der Zeit auf diese Weise Landkarten, Pflanzenabbildungen und andere Lernmittel für Unterrichtszwecke her; A. Senefelders Brüder, die die Münchner Militärakademie besuchten, dürften diese in Händen gehabt und ihren Bruder auf diese Vervielfältigungsmethode aufmerksam gemacht haben; Senefelder entwickelte und vervollkommnete dann die Kunst des Steindrucks; Sch. selbst, der eigentliche Erfinder der Lithographie, hat aber seine Versuche, beansprucht durch seine beruflichen Pflichten, nicht weiter ausgebaut.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.