Kein Grab ist stumm

 

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Münchener Volks-Zeitung (1872)

* Laut einer bei A. Spitzeder vorgefundenen Aufzeichnung beläuft sich die Zahl ihrer Gläubiger auf 19,580.

* Es ist hier das Gerücht verbreitet, Frau Elisabeth Maurer-Spitzeder (Mutter der Adele Spitzeder) sei in Folge des Schreckens, den ihr ein wiederholter Besuch des Untersuchungsrichters verursachte, am Schlagfluße gestorben. Das ganze Gerücht ist jedoch wie so manches andere eine Erfindung alter Klatschweiber, deren es in München genug gibt.

Wie uns aus bester Quelle mitgetheilt wird, war Frau Maurer-Spitzeder am Abende des 15. Dezember vollkommen gesund mit zwei älteren ihrer Freundinen in ihrem Wohnziemer im Hause Nr. 9 in der Frühlingsstraße beisammen, als sie plötzlich unwohl wurde, sich in das Nebenzimmer begab, und dort nach wenigen Minuten am Schlagfluße verschied.

Frau Maurer-Spitzeder, war als eine der gefeiertsten Sängerinnen Deutschlands und schon in ihrem 14. Jahre, wo sie in Wien im »Donauweibchen« ihre ersten theatrilischen Versuche machte, als »Wunderkind« bekannt.

Münchener Volks-Zeitung Nr. 18. Samstag, 21. Dezember 1872.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.