Kein Grab ist stumm

 

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Franz Xaver Krenkl - Der Rennmeister der Münchener Oktoberfestrennen 1780-1860 (1964)

Anmerkungen

(1) Karl Theodor, Kurfürst von Bayern. Sohn des Herzogs Johann Christian von Sulzbach. Geboren 11.12.1724 Drogenbusch bei Brüssel, gestorben 16. 2.1799 München.
Gemahlinnen: a) 1742 Maria Elisabeth Augusta, Tochter des Pfalzgrafen Joseph Karl Emanuel; b) 1793 Maria Leopoldine, Tochter des Erzherzogs Ferdinand von Österreich. Regierungsantritt in Sulzbach 1733, vereinigt nach dem Tod des Kurfürsten Max III. Joseph 1777 Bayern mit der Pfalz. Da kinderlos gestorben, geht Bayern an Max Joseph von Birkenfeld-Zweibrücken über.

(2) Lespilliez, Karl von. Geboren 1723 Nymphenburg bei München, gestorben 1796 München.
Lieblingsschüler Francois Cuvilliés’. Kurfürstlicher Hofbaudirektor. Umbau der Landshuter Stadtresidenz, Neubau der kurfürstlichen Gemäldegalerie am Hofgarten zu München und des Palais Schätzler in Augsburg. Bauleitung des Alten Residenztheaters in München, des heutigen Cuvilliés-Theaters. Grab an der Stephanskirche des Südlichen Friedhofs.

(3) Stachus-Garten. Noch im 18. Jahrhundert die Schießstätte der Stachelschützen, Armbrustschützen, die bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgt werden können. Etwa an der Stelle des Kaufhofs am Karlsplatz zu München.

(4) Ludwig I., König von Bayern. Sohn des Königs Max I. Joseph. Geboren 25.8.1786 Straßburg, gestorben 28.2.1868 Nizza. Gemahlin Therese Charlotte Friderike Amalia, Prinzessin von Sachsen-Hildburghausen-Altenburg, gestorben 1854. Kinder: Maximilian (II.); Otto (König von Griechenland), Luitpold (Prinzregent), Adalbert und fünf Töchter. Regierungsantritt 1825, Abdankung 1848. Schöpfer zahlreicher Bauten in München (Ludwigstraße, Ausbau der Residenz, Bavaria, Glyptothek, Propyläen, Pinakothek, Staatsbibliothek, Feldherrnhalle, Siegestor), der Befreiungshalle und Walhalla. Grab St.-Bonifaz-Kirche ln München.

(5) Albrecht III., Herzog von Bayern. Sohn des Herzog Ernst von Bayern-München. Geboren 1401, gestorben 22.2.1460 München. Gemahlin 1437 Anna von Braunschweig, gestorben 1474. Kinder: Johann (II.), Ernst, Sigismund, Albrecht (IV.), Wolfgang. In erster, heimlicher Ehe vermählt mit der Agnes Bernauer.

(6) Schwanthaler, Ludwig von. Geboren 1802 München als Sohn des Bildhauers Franz Schwanthaler d. Ä., gestorben 1848 München. Besucht die Akademie in München als Schüler Albrecht Adams. Akademieprofessor. Schöpfer zahlreicher Denkmäler im Auftrag Ludwigs I. (Tilly, Wrede, Bavaria). Grab Arkaden des Neuen Südlichen Friedhofes.

(7) Schweiger-Theater. Das von dem Theaterdirektor und Schauspieler Johann Schweiger und seiner Frau, später von seinem Sohn geleitete Theater in der Au, das dann auch an der Müllerstraße spielte, gehörte zu den besten Privatbühnen des vorigen Jahrhunderts.

(8) Gallisieren. Die Sucht, gute, eindeutig klare deutsche Begriffe und Worte durch französische zu ersetzen, eine deutsche Schwäche, der man auch heute allzusehr nachgibt, allerdings mit dem Unterschied, daß sich jetzt die Vorliebe fürs Amerikanische bemerkbar macht. Z. B. Teenager, Party, Shorts, Swimming pool, Hobby, Job, Boss.
hippologisch (griechisch) = die Wissenschaft vom Pferd.

(9) Deutscher Bund. Als Ergebnis der langen Verhandlungen des Wiener Kongresses 1815 wurde ein Deutscher Bund gegründet, ein ziemlich lockeres Bündnis der deutschen Staaten unter Österreichs Führung, das dann 1866 auseinanderbrach.

(10) Südlicher Friedhof. 1563 vor dem Sendlingertor als Armenfriedhof angelegt; seit 1789 einziger Friedhof der Stadt; 1819 von Vorherr in seinem alten Teil neu angelegt; 1844 durch den sogenannten Campo Santo, den Neuen Teil, nach Entwürfen Friedrich v. Gärtners erweitert. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts für Bestattungen gesperrt; 1944 durch den Bombenkrieg schwer heimgesucht, wobei wertvolle Grabdenkmäler zerstört wurden.

(11) Keferloher Markt, eigentlich Käferlohe, Gemeinde Grasbrunn bei Haar, östlich von München. Einer der besuchtesten Pferdemärkte Oberbayerns, der sich durch Jahrhunderte bis in die jüngste Gegenwart zugkräftig erwiesen hatte.

Nachwort

Dank sagen ist eine angenehme Pflicht, besonders wenn es gilt, Behörden und Männern zu danken, die in entgegenkommendster Weise diese kleine Arbeit förderten.

Dieser Dank gilt den staatlichen und städtischen Archiven und Bibliotheken in München und Landshut, dem Münchener Stadtmuseum und besonders dem Leiter der Monacensia-Bücherei, Herrn Ludwig Hollweck, auch manchem alten Bekannten und Freund, die tatkräftig und beratend sich während des Heranreifens dieses Büchleins zur Verfügung stellten; auch Herr Rudi Brunner sei ob seiner Mithilfe beim Lesen der Korrekturen genannt. Der Verfasser

© August Alckens: Franz Xaver Krenkl, der Rennmeister der Münchener Oktoberfestrennen 1780-1860. Maschinen- und Zahnradfabrik Carl Hurth München. 1964. Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Gleason-Hurth Tooling GmbH.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.