Kein Grab ist stumm

 

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Der Königlich Bayerische Militär-Max-Joseph-Orden (1882)

Maximilian
von Heckel,

geboren am 2. Dezember 1822 zu Landshut als der Sohn des kgl. Stadtgerichtsdirektors Joseph von Heckel und dessen Gattin Theresia, geb. Haselbeck, trat im Herbste 1833 als Zögling in das kgl. Kadettenkorps zu München, aus welchem er am 15. August 1841 zum Junker im 3. Infanterie-Regimente »Prinz Karl« ernannt wurde.

Unterm 25. Oktober 1842 zum Unterlieutenant im 8. Infanterie-Regimente »Seckendorff« befördert, war Heckel vom 1. Februar 1846 mit 1. Mai 1848 in das topographische Bureau des Generalquartiermeisterstabes kommandiert, am 21. August 1848 zum Oberlieutenant in seinem Regimente befördert, im Oktober 1848 aber auf 6 Monate als Inspektionsoffizier in das kgl. Kadettencorps beordert.

Im Jahre 1849 nahm Heckel an dem Reichskriege gegen Dänemark teil und wohnte in demselben dem Gefechte bei Düppel am 13. April bei.

Unterm 21. August 1854 zur Dienstleistung in das kgl. Kriegsministerium kommandiert, ward Heckel am 29. November 1856 zum Hauptmann 2. Klasse im 6. Infanterie-Regimente »Friedrich Wilhelm IV. König von Preußen« und am 31. Dezember 1858 zum Hauptmann 1. Klasse im Generalquartiermeisterstabe befördert.

Nachdem Heckel am 19. Januar 1859 seines Kommandos im kgl. Kriegsministerium enthoben worden war, wurde er am 19. Mai 1859 zum Generalkommando Würzburg versetzt; war bei der Mobilmachung 1859 Generalstabsoffizier der mobilen 3. Division, verblieb aber nach der Demobilmachung wieder beim Generalkommando Würzburg bis zu seinem Einrücken bei der Zentralstelle des Generalquartiermeisterstabes am 1. Mai 1862.

Heckel, bereits im Armeebefehle vom 29. Mai 1864 zum Major im Generalquartiermeisterstabe befördert, wurde am 24. April 1866 zum Generalstabschef beim Generalkommando Nürnberg ernannt.

Den Feldzug l866 gegen Preußen machte Heckel als Generalstabschef der 3. Division mit, wohnte den Gefechten bei Zella (4. Juli), Kissingen (10. Juli), Helmstadt (25. Juli) und Roßbrunn (26. Juli) bei und wurde im Armeebefehl vom 20. August 1866 mit dem Ritterkreuze 1. Klasse des Militär-Verdienst-Ordens belohnt, sowie im Armeebefehl vom 9. September 1866 wegen seines Verhaltens vor dem Feinde auch belobt.

Nachdem Heckel den 24. Mai 1868 zum Oberstlieutenant im Generalquartiermeisterstab befördert worden war, erfolgte am 9. Januar 1869 seine Einteilung als Generalstabschef beim 3. Armee-Divisions-Kommando, am 1. Februar 1870 aber seine Versetzung zum 10. Jäger-Bataillon (nun im 17. InftRgt) als dessen Kommandant.

Mit diesem Bataillon nahm Heckel an dem Feldzuge 1870 gegen Frankreich Anteil, zeichnete sich schon am 4. August bei der Einnahme von Weißenburg aus, wie der Armeebefehl vom 30. August 1870 rühmend erwähnt, erhielt das eiserne Kreuz 2. Klasse, im Armeebefehl vom 29. September wiederholt eine Belobung und ward unterm 10. November 1870 zum Oberst im 1. Infanterie-Regimente »König« befördert.

Ein am 4. Dezember 1870 zu Chatenay vor Paris unter dem Vorsitze des Generals der Infanterie von Hartmann versammeltes Ordenskapitel sprach sich in seiner Mehrheit für die Aufnahme Heckel’s in den Orden aus und im Armeebefehl vom 22. Dezember ward er wegen Auszeichnung im Treffen und bei der Einnahme von Weißenburg am 4. August zum Ritter des Militär-Max-Joseph-Ordens ernannt.

Im Verlaufe des Feldzuges, während dessen er namentlich auch der Schlacht bei Sedan (l. Sept.), dem Gefechte am 19. September bei Petit-Bicetre und Châtillon und der Belagerung von Paris, sowie den hierbei stattgehabten Ausfallgefechten am 13. Oktober, 21. und 29. November beigewohnt hatte, erhielt er auch das eiserne Kreuz 1. Klasse und ward ihm vom I. Armeccorps am 3l. März 1871 interimistisch das Kommando der 1. Infanterie Brigade übertragen.

Unterm 4. Dezember 1874 ward sodann Heckel zum Generalmajor und Kommandeur der 2. Infanterie-Brigade, sowie am 23. Dezember 1879 in die Klasse der Komture des Militär-Verdienst-Ordens befördert und ihm am 28. Dezember 1881 das Ritterkreuz des Verdienst-Ordens der bayerischen Krone verliehen.

Der Königlich Bayerische Militär-Max-Joseph-Orden und seine Mitglieder. München, 1882.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.