Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Schorn Karl, 1803 (Düsseldorf) - 1850, Historienmaler und Akademieprofessor; Sch. erhielt seine Ausbildung in Berlin und Paris und war in München Schüler von P. von Cornelius, seit 1847 Professor an der Münchner Kunstakademie; neben vielen Arbeiten aus der Geschichte, Mythologie und Legende nahm er an der Ausführung der Fresken in den Hofgartenarkaden in München teil und zeichnete die Kartons zu den Seitenfenstern des Regensburger Doms; eine Reise nach Italien gab Stoff zu launischen Genrebildern; sein größtes Werk ist das 1843-1845 im Auftrag König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen ausgeführte Gemälde »Die gefangenen Wiedertäufer vor dem Bischof Franz zu Münster«, das auf der Berliner Ausstellung von 1846 das größte Aufsehen erregte; für die Neue Pinakothek malte Sch. in kolossaler Dimension die Sintflut; charaktertiefe Auffassung und Sinn für Farbe waren die Grundzüge seines Talents; seine Szenen aus dem Klosterleben wirken für Katholiken oft verletzend.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.