Kein Grab ist stumm

 

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Beiblatt zur Zeitschrift für bildende Kunst (1868)

Nekrologe.

Max Heß, ein begabter Historienmaler, starb den 19. Juli im Bade Lippspringe, wohin er sich zur Wiederherstellung eines langwierigen Lungenleidens begeben hatten. Er war der Sohn des Schlachtenmalers Peter Heß und 1836 in München geboren, wo er auch seine erste künstlerische Ausbildung empfing, die er in Paris erweiterte. Seit vielen Jahren in Düsseldorf lebend, war er bei den Festen der dortigen Künstlerschaft außerordentlich thätig und trug durch seine mannigfachen Talente, bald als Schauspieler und Sänger, bald als vorzüglicher Paukenschläger, und hauptsächlich als Dekorationsmaler viel zu deren Gelingen bei. Was er als Maler geschaffen, verräth seltene Anlagen, die er bei größerer Ausdauer und Thätigkeit mit bedeutenderem Erfolg hätte verwerthen können. Am Plafond der permanenten Kunstausstellung von Eduard Schulte in Düsseldorf hat er den bekannten Alexander-Fries Grau in Grau gemalt.

Beiblatt zur Zeitschrift für bildende Kunst. Leipzig, 31. Juli 1868.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.