Kein Grab ist stumm

 

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Grosses Biographisches Lexikon der Deutschen Bühne (1903)

Bedeutender war Regina Hitzelberger, geboren 1786 in Würzburg. Auch sie erhielt von ihrer Mutter Sabine den ersten Gesangsunterricht, und auch sie wurde bald Mitglied der Münchner Hofoper und bayerische Kammersängerin. Obwohl ihre Stimme zu den schönsten des Kunstinstitutes zählte, bildete sie sich doch noch bei ersten Meistern weiter aus. 1805 erlebte sie die große Auszeichnung, dem Kaiser Napoleon, der sie im Münchner Hoftheater im »Unterbrochenen Opferfest«, im »Don Juan« und in »Castor und Pollux« hörte, so außerordentlich zu gefallen, daß er ihr mit einem für damalige Verhältnisse ganz ungewöhnlich großen Gehalte ein Engagement als französische Kammersängerin bot. Allein sie schlug gleich ihrer Mutter diesen überaus schmeichelhaften Antrag aus, blieb weiter in München, wo sie bis November 1811 als bejubeltes Mitglied der Hofbühne wirkte. In diesem Jahre entsagte sie dem Theater, um ihre Tätigkeit nur mehr als Hofsängerin auszuüben. Am 10. Mai 1827 starb die Künstlerin, allgemein betrauert, in München.

Dieselbe vermählte sich am 19. Oktober 1808 mit dem Hofmusikus Theobald Lang, aus welcher Ehe der später so gefeierte Münchner Komiker Ferdinand Lang stammte.

Ludwig Eisenberg’s Grosses Biographisches Lexikon der Deutschen Bühne im XIX. Jahrhundert; Verlagsbuchhandlung Paul List; Leipzig, 1903.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.