Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Docen Bernhard Josef, 1782 (Osnabrück) - 1828, Germanist und Hof- und Staatsbibliothekar; er studierte in Göttingen zunächst Medizin, wandte sich dann aber der Literatur und Archäologie zu und studierte in Jena und Dresden; wegen seiner Hans-Sachs-Forschungen verweilte D. in Nürnberg und später in München, wo er Kustos der Hof- und Staatsbibliothek wurde; er entdeckte die Handschriften vom »Muspilli« und Wolframs »Titurel«; dadurch erwarb er sich einen Platz neben den Brüdern Grimm, mit denen er zeitweise in literarischer Fehde stand, von der Hagen u. a. Bahnbrechern der Germanistik; D. machte sich auch um die Eingliederung der Klosterbibliotheken und um den Handschriftenkatalog der Bayerischen Hof- und Staatsbibliothek, die seinen Nachlaß verwahrt, sehr verdient.

Hauptwerke: Miscellaneen zur Geschichte der deutschen Litteratur (2 Bde.), Glossarium theotiscolatinum, Museum für altdeutsche Litteratur und Kunst, zusammen mit von der Hagen und Büsching herausgegeben (2 Bde.).

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.