Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Prantl Karl, Dr. phil., von, 1820 (Landsberg a. Lech) - 1888, Philologe, Philosoph, Historiker und Universitätsprofessor; P. studierte Philologie und Philosophie in München und Berlin und war seit 1843 Privatdozent, seit 1847 Professor zunächst der Philologie, später auch der Philosophie, 1872 Vorstand des Universitätsarchivs von München, 1879/80 Rector Magnificus der Münchner Universität, außerdem Mitglied der BAkdW; seine Bedeutung liegt in der Erforschung der Geschichte der Logik; wegen seiner pantheistischen Lehren wurde P. von Vertretern der christlichen Weltanschauung scharf angegriffen (zeitweilig waren ihm philosophische Vorlesungen gänzlich verboten); P. war auch ein Gegner des Unfehlbarkeitsdogmas, ohne sich jedoch den Altkatholiken anzuschließen.

Hauptwerke: De Solonis legibus specialibus, Die Bedeutung der Logik, Die gegenwärtige Aufgabe der Philosophie, Übersicht der griechisch-römischen Philosophie, Geschichte der Logik im Abendlande (4 Bde.), Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität (2 Bde.), Aristoteles de coelo; seine Universitätsgeschichte ist eine wichtige Quelle für die bayerische Geistes- und Kulturgeschichte.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.