Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Arnold Hugo, 1842 (München) - 1904; A. war ursprünglich Offizier beim Bayerischen Infanterie-Leibregiment und nahm an den Kriegen von 1866 und 1870/71 teil; wegen seiner Tapferkeit erhielt er das Eiserne Kreuz und den bayerischen Militärverdienstorden; nach seiner 1887 wegen eines Kriegsleidens erfolgten Pensionierung wirkte er als Schriftsteller; er betätigte sich vorwiegend auf geschichtlichem, ethnographischem und anthropologischem Gebiet, betrieb Forschungen über römische Lagerplätze, Straßenzüge und Standquartiere in Bayern, leitete die Aufdeckung und Ausgrabung prähistorischer Gräber und Hügel, z. B. am Wörthsee, am Auerberg im Lechrain u. a., entdeckte die letzten Reste der von Heinrich dem Löwen erbauten Münchner Stadtmauer; auch die oberbayerischen Seen zogen ihn in den Kreis seiner historischen Betrachtung; er schuf so auch heitere kulturhistorische Landschaftsbilder aus der Urzeit; ziemlich spät machte A. noch Aufzeichnungen über sich selbst (»Unter General von der Tann«) und über alte Volksbräuche (Keferloher Pferdemarkt, Ortsnamen der Münchner Gegend, Tölzer Leonhardifahrt u. a.).

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.