Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Bolgiano Franz, 1778 (Zweibrücken?) - 1857, Kollegialsekretär im Bayerischen Kriegsministerium, Galeriebesitzer und Kunstsammler; dieser kunstsinnige Halbitaliener, ein Freund der Brüder Boisserée war unter Max Joseph IV. nach München gekommen, wo er 1815 heiratete; neben seiner beruflichen Stellung im Kriegsministerium besaß B. eine eigene Galerie an der Galeriestraße 1, für die er im Laufe von 25 Jahren an die 800 Ölgemälde zeitgenössischer Meister erkauft hatte, u. a. Werke von P. von Hess, Albrecht Adam, H. Bürkel, M. J. Wagenbauer, K. Zimmermann, Domenico Quaglio, K. Rottmann, E. Schleich, M. E. Ainmiller, D. Monten und Chr. Morgenstern; König Ludwig I. kaufte ihm eine große Anzahl derselben ab, die heute einen Hauptbestandteil der Neuen Pinakothek bildet; A. Lewald berichtet über ihn in seinem »Panorama von München«: »Einer der (Kunstmakler) ist Herr Bolgiano, der gute Geschäfte machen soll; ihm vorzüglich sendet Maes in Rom seine Arbeiten zum Verkaufe ein. Die liebenswürdigen Effektstücke dieses italienisierten Niederländers machen großes Aufsehen. Wird ein neues Bild von ihm ausgestellt, so kann man darauf rechnen, in den ersten acht Tagen zu keiner ruhigen Beschauung desselben gelangen zu können, weil ein immerwährend wechselnder Haufen gaffend davor steht.«

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.