Kein Grab ist stumm

 

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Der Bayerische Landbote (1873)

Lokales.

Bei dem in der Nacht vom 15. auf den 16. d. Mts. an der Hofkammerrathstochter Josephine Hebberling dahier verübten Raubmord kamen außer verschiedenem Silberzeuge, meist veralteter Form, alten Schmuckgegenständen und einer goldenen Damenuhr mit dünner, goldener Kette, dann außer einigen alten Münzen, insbesondere 3 Conventionsthalern alten bayer. Gepräges mit dem Marienbilde und einem alten sächsischen Thaler, auf der einen Seite mit drei, auf der anderen mit zwei Brustbildern, welche Münzen sich in einem etwa 16 Centm. langen, oben breiten und nach unten spitz zulaufenden Geldbeutel aus grünem Stoffe mit rother Einfassung und breitem Schlosse befunden hatten, auch noch eine Menge Werthpapiere und Coupons abhanden. Auf die Entdeckung des Verbrechers, welcher in der Nacht vom 15. auf 16. l. Mts. Fräulein Hebberling ermordet und beraubt hat, ist eine Belohnung von 200 fl. ausgesetzt.

Der Bayerische Landbote No. 198. München. Sonntag, den 24. August 1873.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.