Kein Grab ist stumm

 

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Ergänzungsbände zum Conversationslexicon für das katholische Deutschland (1849)

Glutz-Blotzheim, Robert, schweizerischer Geschichtschreiber, geboren den 30. Januar 1786 in Solothurn, stammte aus einer adeligen Familie, studirte in Landshut und Würzburg die Rechte und widmete sich nach seiner Heimkehr ganz der vaterländischen Geschichtsforschung.

Seit 1812 Mitglied des Stadtrathes und der Erziehungskommission, seit 1814 auch des Großen Rathes, legte er 1816, nach dem Tode seines Vaters, der ihn allein noch in Solothurn zurückgehalten hatte, diese Stellen nieder und begab sich nach Zürich und später nach München, wo er sich zur Uebernahme eines akademischen Amtes vorbereitete, aber schon am 14. April 1818 starb.

Hans Heinrich Füßli, der Freund des großen Geschichtsschreibers Johannes von Müller, bewog G., der Fortsetzer von Müller’s Schweizergeschichte zu werden. Es erschien zwar nur ein Band von G.'s Arbeit (»Geschichte der Eidgenossen vom Tode des Bürgermeisters Waldmann bis zum ewigen Frieden mit Frankreich, Zürich 1816«); aber er beweist, daß G., wenn er auch Müller an Gemüthstiefe, Genialität und unbefangener Forschung nicht erreicht, ihn im strengen Ernst der Wahrheitsliebe und in schöner, phantasiereicher Darstellung übertrifft. Wir nennen von seinen übrigen Schriften noch: »Handbuch für Reisende in der Schweiz« (6. Aufl., Zürich 1830) und »Darstellung des Versuches, die Reformation in Solothurn einzuführen« (Solothurn 1838).

L.

Dr. Wilhelm Binder (Hrsg.): Ergänzungsbände zum Conversationslexicon für das katholische Deutschland. Regensburg, 1849.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

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