Kein Grab ist stumm

 

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Artistisches München im Jahre 1835 (1836)

Bodmer, Gottlieb, Sohn eines Schullehrers im Landgericht München, geb. 1804, kam in seinem sechzehnten Jahre auf die königl. Akademie zu München. In den Jahren von 1825-1829 malte derselbe in München viele Portraits, worunter sich auch das Bildniß einer Achenthalerin befindet. Im Jahre 1829 lithographirte er das Blatt Mad. del Sisto und behielt es in eigenem Verlag; durch die gute Aufnahme dieses Bildes veranlaßt, zeichnete Bodmer noch mehreres auf Stein, wovon das Hauptsächlichste ist: die Christnacht von H. Heß; ein Altarbildchen nach demselben Meister; La Mad. del’ Foligno; eine andere Madonna, nebst vielen Portraits; darunter sind: das Portrait der Fürstin Wilhelmine von Thurn und Taxis; Bildniß eines Engländers und das des Staatsraths von Feuerbach. Zu Anfang des Jahres 1831 ging Bodmer nach Paris, wo derselbe ein Jahr verweilte, und bey Grevedon und Noél zeichnete. Dort entstanden die Bilder: Amor et Psyché; le premier bain; Mademoiselle Noblet; Paris et Praga. Bei dessen Rückkehr nach München lithographirte derselbe Napoleon zu Pferd in großem Format; der Schweizer Grenadier; Portraits des Königs Otto, der Prinzessinnen Mathilde u. Marie, der Erzherzogin Sophie von Oesterreich mit ihrem Sohne Franz Joseph, und der Baronesse Dirnberg, sämmtlich nach Stielers Gemälden. Der Abschied König Otto’s, nach einer Komposition von Foltz, worauf sich vierzig Portraits befinden, welche Bodmer nach dem Leben auf Stein zeichnete; der Ritter und sein Liebchen nach Foltz; Nature nach Lawrence; das Portrait des königl. Staatsraths von Grandauer, und ein Tyroler Mädchen, nach eigenem Gemälde, sind dessen letzte Arbeiten.

Adolph von Schaden: Artistisches München im Jahre 1835. München, 1836.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.