Kein Grab ist stumm

 

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Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München (1983)

Spitzweg Karl, 1808 (München) - 1885, Apothekerprovisor und Genremaler; er war anfangs Apotheker und wandte sich erst seit etwa 1835 der Malkunst zu; als Autodidakt hat er sich durch Studien und Kopien älterer Meister gebildet, wobei er vor allem in Paris von Barbizon angeregt wurde; S. gilt als Hauptmeister der Münchener Genremalerei, die Vielseitigkeit in seinem Wesen voll sprudelnden Witzes kommt in der Schilderung kleiner Landstädte mit winzigen Gäßchen und hohen Dächern, behaglichen Philistern und poetisch trauten Stübchen und Gärten zum Ausdruck; altmeisterliche Feinheit vereinigt sich im Kolorit seiner vornehmen Kabinettstücke mit modernem Farbenempfinden.

Hauptwerke in der Bayerischen Staatsgemäldesammlung: Der arme Poet, Im Dachstübchen, Die beiden Einsiedler; in der Schack-Galerie: Serenade aus dem Barbier von Sevilla, Der Abschied, Sennerinnen auf der Alm; Werke auch in Galerien von Dresden, Leipzig und Berlin; seit 1846 beteiligte sich S. auch als Illustrator bei den »Fliegende Blätter«; seine Werke erschienen seit 1886 in zwei größeren Sammlungen »Spitzweg-Mappe« und »Spitzweg-Album«. Ss. Grab wird am meisten gefragt.

© Dr. Max Joseph Hufnagel: Berühmte Tote im Südlichen Friedhof zu München. Zeke Verlag; 4. Auflage. Würzburg, 1983.

 

 

 

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ISSN 2367 - 3907

© Reiner Kaltenegger. 2007 - 2017.